Die Digitalisierung stellt KMU vor viele strategische Fragen – eine der wichtigsten: Sollen wir digitale Kompetenzen selbst entwickeln („Make“) oder einkaufen („Buy“)? Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Dieser Artikel zeigt, worauf es bei der Entscheidung ankommt – und wie du den für dein Unternehmen passenden Weg findest.
Digitale Technologien entwickeln sich rasant. Gleichzeitig steigen Kundenerwartungen und Wettbewerbsdruck. KMU müssen also schnell reagieren – und das mit begrenzten Ressourcen. Die Frage ist deshalb nicht nur: „Was brauchen wir?“, sondern auch: „Wie kommen wir möglichst effizient dorthin?“
Beim „Make“-Ansatz baust du intern digitale Fähigkeiten auf. Du qualifizierst dein Team, entwickelst eigene Tools oder Prozesse und behältst die volle Kontrolle.
Vorteile:
Herausforderungen:
Wann geeignet?
Wenn du langfristig digital aufgestellt sein willst, deine Prozesse gut kennst und ein motiviertes Team hast, das mitzieht. Besonders stark: Kombination mit einer digitalen Lernkultur.
Beim „Buy“-Ansatz nutzt du externe Anbieter, kaufst Tools, Plattformen oder sogar ganze Start-ups zu. Du profitierst von Erfahrung, Geschwindigkeit und fertig entwickelten Lösungen.
Vorteile:
Herausforderungen:
Wann geeignet?
Wenn Zeit ein kritischer Faktor ist oder dir intern das Know-how fehlt. Besonders sinnvoll für Einzellösungen wie E-Commerce-Plattformen, CRM-Systeme oder digitale Tools.
Viele KMU entscheiden sich für einen hybriden Weg: Sie bauen intern strategische Kompetenzen auf und arbeiten gezielt mit externen Partnern zusammen. Das bietet Flexibilität und Synergien.
Beispielhafte Kombinationen:
Ein familiengeführtes Einrichtungshaus startet den Onlineverkauf. Die Strategie: Produktdatenpflege und Kundenkommunikation werden intern neu aufgebaut („Make“), während die Shopsoftware von einem erfahrenen Anbieter bezogen wird („Buy“). Das Ergebnis: schneller Start, gute Integration, steigender Umsatz – bei vertretbarem Aufwand.
Make oder Buy ist keine Entweder-oder-Entscheidung. Wichtig ist, dass du bewusst entscheidest – auf Basis deiner Ziele, Ressourcen und Marktbedingungen. Der beste Weg ist oft ein individueller Mix aus beidem. KMU, die strategisch vorgehen, können sich so flexibel aufstellen, digitale Chancen nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.
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