Businessplan Kulturagent

Sie sind Kulturagent und wollen eine eigene Unternehmung eröffnen? Weil Sie keine bessere Erwerbsalternative haben (Notgründer) und daher selbst anfangen wollen? Perfekt! Dummerweise gibt es ohne Businessplan keine Dispositionskredite, Förderungen und Zuschüsse! Diese staatlichen Geschenke sollten Sie aber in jedem Fall mitnehmen. Und mit einem guten Businessplan steigt zudem die Möglichkeit, dass aus ihrer Idee auch Wirklichkeit wird. Wenn Sie also mit Erfolg als Kulturagent durchstarten wollen, nutzen Sie einen Businessplan und begeistern Familienmitglieder, Geldgeber, Businesspartner und Arbeitnehmer.

Businessplan Kulturagent – Besondere Anforderungen?

Wenn Sie als Kulturagent ein Geschäft aufnehmen wollen, dann haben Sie in der Vergangenheit zwischen 28.000€ - 56.500€ verdient. Dieses Gehalt sollten Sie als Existenzgründer zumindest erlangen. Manchmal müssen Sie sich mit ggf. neuen Erfordernissen der Branche beschäftigen, in der Sie gründen. Und natürlich spielen ihre persönlichen Fähigkeiten eine zentrale Rolle. Grundsätzlich ist es auch zentral zu prüfen, welche formalen Anforderungen es gibt, die ggf. zu berücksichtigen sind.
Wenn Sie Kulturagent sind, dann haben Sie folgende Kompetenzen erworben: Kulturmanagement, Museumspädagogik, Kulturvermittlung, Fundraising, Künstlervermittlung, Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Kulturmarketing, Eventmanagement, Ausstellungsgestaltung. Das kann eine perfekte Basis für einen Start als bspw. Reisebüro, Reiseleiter, Künstlervermittlung oder Coach/ Unternehmensberater sein. In dieser Branche gibt es eine Gründerquote von 10%. Die Gründer im Bereich Reisebüro, Reiseleiter, Künstlervermittlung oder Coach/ Unternehmensberater kommen größtenteils aus Österreich, Polen, Italien, Griechenland und haben als Abschluss Abitur/ Fachhochschulreife. Bedauerlich ist, dass die Frauenquote nur bei 16,1 Prozent liegt. In die Selbständigkeit starten Firmengründer in der Branche Reisebüro, Reiseleiter, Künstlervermittlung oder Coach/ Unternehmensberater im Alter von 32,5 Jahren. Das wichtigste Motiv zur Gründung ist laut Analysen (drohende) Arbeitslosigkeit. Sie starten als Soloselbständiger ohne festangestellte Mitarbeiter. Als wichtige Stresselemente sehen Selbstständige:


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Um einen GRATIS Fördermittelcheck zu erhalten, füllen Sie bitte einfach das nachfolgende Formular aus. Ein Mitarbeiter unseres Kooperationspartners EWD meldet sich dann persönlich bei Ihnen, um im Detail über Ihre Situation und die Fördermöglichkeiten zu sprechen. Weitere Informationen zum Fördermittelcheck finden Sie weiter unten im FAQ Bereich.
















  1. Opportunitätskosten
  2. Skalierung des Geschäftsmodells
  3. Exit Strategie
  4. Abstiegsangst bei Scheitern
  5. Finanzielles Risiko
  6. schlechter Zugang zu Kapital
  7. schlechter Zugang zu Fördermitteln
  8. Rechtliche Unklarheiten
  9. Fehlende Lieferanten
  10. schlechte IT-Infrastruktur
  11. Fehlende Mitgründer
  12. hohe Steuerbelastung

Das Hauptproblem bei der Beschäftigtensuche ist:

  1. Konkurrenz großer Unternehmen
  2. Gehaltsforderungen
  3. Unattraktive Work-Life-Balance
  4. Fachkräftemangel
  5. Standortunattraktivität

Für den Beginn sind 5-10 TEUR Startkapital unabdingbar. Das Geld holen sich angehende Unternehmer meist über Kontokorrentkredite, Bankdarlehen, Zuschüsse, Familie. Eine grosse Erleichterung sind hier logischerweise Zuschüsse und Online Kredite. Die Gelder fliessen dann im Rahmen der Gründung:

  1. Neue Mitarbeiter
  2. Berater
  3. Technologie/ Software/ Hardware/ IT- Sicherheit
  4. Kooperationen
  5. Marketing/ Werbung
  6. Lizenzen/ Patente

Hierbei ist das Niedrigzinsumfeld der vergangenen Jahre ein zusätzlicher Anlass für eine Erhöhung des Darlehenbedarfs und generell mehr Startups bauen auf Mischfinanzierung aus Eigen- und Fremdkapital. Bitte hier nicht die Zuschüsse und Online Kredite verbummeln. Sehr häufig wird gegründet in Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bayern und NRW. Auf den hinteren Plätzen liegen Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Hierbei ist die Hilfestellung interessanterweise in kleinen und mittleren Städten häufig besser. Essentielle Hilfestellungen der Städte sind:

  1. Gesetzliche Auflagen
  2. Angebote zu Messen, Veranstaltungen, Events
  3. Nähe zu Unis
  4. Kooperationsmöglichkeiten mit bestehenden Unternehmen
  5. Digitale Infrastruktur
  6. Günstige Lebenshaltungskosten
  7. Förderangebote
  8. Qualifizierte Mitarbeiter
  9. allgemeine Gründerszene
  10. Berater/ Mentoren Zugang
  11. attraktive Immobilien

Im Lauf von 3 Geschäftsjahren beenden übrigens geschätzt 30% der Selbständigen ihre Existenzgründung wieder (3-30-Faustregel). Versagen tun die meisten Selbständigen wegen:

  1. Fehlende Fachkenntnisse
  2. Zu hoch geschätzter Umsatz
  3. Fehlender Kundennutzen
  4. Konjuktureinbruch
  5. Unklare Zielgruppe
  6. Familiäre Probleme
  7. Kaufmännische Defizite
  8. Unausgereifte Geschäftsidee

Businessplan Kulturagent – Vorlage oder Muster nutzen?

Der wichtigste Schritt in die Firmengründung ist eine ausgereifte Planung. Das Werkzeug der Wahl ist hier der Businessplan. Ob Sie eine Businessplan Vorlage kostenlos verwenden bleibt selbstverständlich Ihnen überlassen. Es kann jedoch vieles vereinfachen, wenn Sie in einem geprüften Gerüst arbeiten. Jedoch so individuell Sie als Selbstständiger sind, so individuell sollte auch ihr Businessplan sein. Je nach Verwendung werden Sie sich zudem mehr oder weniger Arbeitsaufwand machen. Für den Gründungszuschuss benötigen Sie übrigens nur einen normalen Businessplan, dagegen für Barkredite oder Online Kredite doch eher die detaillierte Form. Beantworten Sie im Businessplan bitte folgende Aspekte:

  1. Erläutern Sie Ihre Marketingstrategien bezüglich Ihres Unternehmens:
  2. Hat der Name/das Layout ihres Unternehmens einen Wiedererkennungswert?
  3. Sind weitere wechselnde Angebote zur Kundenbindung geplant?
  4. Wo ist der Standort Ihres Unternehmens?
  5. Wie ist der Vertrieb vorgesehen?
  6. Was bieten Sie an, was Ihre Wettbewerber nicht anbieten?
  7. Wie ist das Kundenpotential?
  8. Erläutern Sie die Ergebnisse zur Marktforschung
  9. Sind Eröffnungsangebote zur Kundengewinnung vorgesehen?
  10. Sind Werbemaßnahmen geplant? (Flyer, Plakatwerbung, Radio, TV, Zeitung)
  11. Wer sind die Gesellschafter?
  12. Wie ist die Preispolitik?
  13. Erläutern Sie den Beschaffungsmarkt
  14. Wie sehen die Räumlichkeiten Ihres Unternehmens aus?
  15. Welche Produkte werden angeboten?
  16. Erläutern Sie den Absatzmarkt
  17. Erläutern Sie Vor- und Nachteile Ihres Angebots
  18. Erläutern Sie den Wettbewerb in der näheren Umgebung
  19. Welchen Service und Sortiment bieten Sie an?
  20. Wie ist die Aufgabenverteilung vorgesehen?

Businessplan Kulturagent – Sinnvolle Gliederung?

Mit einer konsequenten Gliederung ihres Businessplans, die sich im Register zeigt, zeigen Sie Ihre Kompetenz, die Selbständigkeit zu beherrschen. Und interessanterweise ist die Gliederung bei allen Businessplänen ähnlich. Versuchen Sie im Übrigen komplizierte Themenfelder als Bild darzustellen, wodurch sie nachvollziehbar werden. Des Weiteren wird dadurch der Inhalt aufgelockert.

Businessplan Kulturagent - Gliederung Professional (VC, Private Equity, Kredite)

A) Zusammenfassung
B) Unternehmerische Vision
C) Markt- und Konkurrenzsituation
D) Chancen und Risiken
E) Unternehmensportfolio
F) Marketing & Vertriebs - Strategy
G) Produktion und Beschaffung
H) Realisierungsfahrplan
I) Management und Personal
J) Planungsrechnungen
K) Finanzierung
L) Unternehmensstruktur und Organisation
M) Anhang

Businessplan Kulturagent - Gliederung Standard (Arbeitsamt, IHK, Kleinkredite)

1. Kurzbeschreibung des Vorhabens
1.1 Meine Geschäftsidee
1.2 Meine persönlichen und fachlichen Voraussetzungen
1.3 Kundenzielgruppe, Wettbewerb, Marketing und Vertrieb
1.4 Zukunftsaussichten, Chancen und Risiken

2. Wirtschaftlichkeitsberechnungen
2.1 Berechnung der notwendigen Privatentnahmen
2.2.1 Kapitalbedarf
2.2.2 Finanzierung
2.2.3 Umsatz-, Kosten- und Gewinnvorschau

Businessplan Kulturagent - Gliederung Anhang

Als Anhang sollten Sie die nachfolgenden Papiere, soweit existent, beilegen:

  1. Lebenslauf
  2. Aktionäre, Verwaltungsräte, Geschäftsbeziehungen
  3. Organigramme, Standortlisten
  4. Statuten, Gesellschaftsverträge
  5. Geschäftsberichte, Presseartikel
  6. Markenrechtseintragungen
  7. Produktebeschreibungen
  8. Branchenanalysen
  9. Referenzen, Verkaufsverträge
  10. Auftragsbestand

Orientieren Sie sich außerdem im Zahlenteil ständig an den vorgegebenen Branchenkennzahlen. Das bringt beim erfahrenen Leser Absicherung und Gewissheit.


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