Businessplan Luft- und Raumfahrttechnik

Sie sind Luft- und Raumfahrttechnik und wollen eine eigene Unternehmung eröffnen? Weil Sie strukturelle Umwälzungen in Ihrem Berufsumfeld sehen und daher selbst loslegen wollen? Perfekt! Zu meinem Bedauern gibt es ohne Businessplan keine Kredite, Subventionen und Zuschüsse! Diese staatlichen Geschenke sollten Sie aber in jedem Fall mitnehmen. Und mit einem guten Businessplan steigt zudem die Chance, dass aus ihrer Geschäftsidee auch Wirklichkeit wird. Wenn Sie also mit Erfolg als Luft- und Raumfahrttechnik durchstarten wollen, nutzen Sie einen Businessplan und begeistern Kollegen, Kreditgeber, Partner und Arbeitnehmer.

Businessplan Luft- und Raumfahrttechnik – Besondere Anforderungen?

Angenommen, dass Sie als Luft- und Raumfahrttechnik ein Business anfangen wollen, dann haben Sie in der Historie zwischen 33.500€ - 58.000€ verdient. Dieses Einkommen sollten Sie als Startup zumindestens erlangen. Darüber hinaus müssen Sie sich mit ggf. neuen Bedingungen der Branche beschäftigen, in der Sie gründen. Und natürlich spielen ihre persönlichen Talente eine wesentliche Rolle. Prinzipiell ist es auch relevant zu prüfen, welche formalen Vorbedingungen es gibt, die ggf. zu respektieren sind.
Wenn Sie Luft- und Raumfahrttechnik sind, dann haben Sie folgende Qualifikationen erworben: Avionik, Luft- und Raumfahrttechnik, Luft- und Raumfahrt, Flugzeugbau, Luftfahrt, CATIA, EASA, MatLab, Fluzeugtechnik, CFK, Forschungslabor, Entwicklung. Das kann eine ideale Grundlage für einen Auftakt als bspw. Ingenieurbüro Schwerpunkt Luft- und Raumfahrttechnik sein. In dieser Sparte gibt es eine Gründerquote von 29%. Die Selbständigen im Bereich Ingenieurbüro Schwerpunkt Luft- und Raumfahrttechnik kommen größtenteils aus Österreich, Polen, Italien, Griechenland und haben als Abschluss Abgeschlossenes Studium. Jammerschade ist, dass die Frauenquote lediglich bei 17,5 Prozent liegt. In die Selbstständigkeit starten Selbstständige in der Branche Ingenieurbüro Schwerpunkt Luft- und Raumfahrttechnik im Alter von 37,4 Jahren. Das wichtigste Motiv zur Gründung ist laut Studien (drohende) Arbeitslosigkeit. Bereits zum Start gibt es Personal (1-5 Mitarbeiter). Als grundsätzliche Stresselemente betrachten Neustarter:


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  1. Opportunitätskosten
  2. schlechte IT-Infrastruktur
  3. Finanzielles Risiko
  4. Belastung für die Familie
  5. Abstiegsangst bei Scheitern
  6. Fehlende Lieferanten
  7. hohe Bürokratie
  8. schlechter Zugang zu Kapital
  9. Rechtliche Unklarheiten
  10. Skalierung des Geschäftsmodells
  11. Abmahngefahren
  12. hohe Steuerbelastung

Die Schwierigkeit bei der Mitarbeitersuche ist:

  1. Konkurrenz großer Unternehmen
  2. Standortunattraktivität
  3. Fachkräftemangel
  4. Gehaltsforderungen
  5. Unattraktive Work-Life-Balance

Für den Anfang sind 50-100 TEUR Startkapital notwendig. Das Geld holen sich Selbstständign überwiegend über Bankdarlehen, Förderkredite, Eigenkapital. Eine grosse Hilfe sind hier selbstredend Zuschüsse und Online Kredite. Die Kapital fliessen dann im Rahmen der Firmengründung:

  1. Kooperationen
  2. Technologie/ Software/ Hardware/ IT- Sicherheit
  3. Berater
  4. Neue Mitarbeiter
  5. Lizenzen/ Patente
  6. Marketing/ Werbung

Hierbei ist das Niedrigzinsumfeld der vergangenen Jahre ein zusätzlicher Anlass für eine Erhöhung des Kreditbedarfs und immer mehr angehende Unternehmer bauen auf Mischfinanzierung aus Eigen- und Fremdkapital. Bitte hier nicht die Zuschüsse und Online Kredite verbummeln. Ausgesprochen häufig wird gegründet in Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bayern und NRW. Auf den hinteren Plätzen liegen Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dabei ist die Hilfe interessanterweise in kleinen und mittleren Städten häufig besser. Wesentliche Unterstützungselemente der Gemeinden sind:

  1. Berater/ Mentoren Zugang
  2. Nähe zu Unis
  3. attraktive Immobilien
  4. Angebote zu Messen, Veranstaltungen, Events
  5. Kooperationsmöglichkeiten mit bestehenden Unternehmen
  6. allgemeine Gründerszene
  7. Gesetzliche Auflagen
  8. Qualifizierte Mitarbeiter
  9. Logistische Infrastruktur
  10. Günstige Lebenshaltungskosten
  11. Wirtschaftspolitische Initiativen

Im Lauf von drei Geschäftsjahren beenden übrigens so circa 30% der Startups ihre Gründung wieder (3-30-Faustregel). Bruchlanden tun die meisten Existenzgründer bezüglich:

  1. Fehlender Kundennutzen
  2. Wettbewerber
  3. Konjuktureinbruch
  4. Zu hoch geschätzter Umsatz
  5. Fehlende Mitarbeiter
  6. Familiäre Probleme
  7. Fehlende Fachkenntnisse
  8. Unausgereifte Geschäftsidee
  9. Kaufmännische Defizite
  10. Unklare Zielgruppe
  11. Fehlende Finanzierung

Businessplan Luft- und Raumfahrttechnik – Vorlage oder Muster nutzen?

Der vorrangige Schritt in die Gründung ist eine wohlüberlegte Vorbereitung. Das Tool der Wahl ist hier der Businessplan. Ob Sie eine Businessplan Vorlage kostenlos benutzen bleibt selbstverständlich Ihnen überlassen. Es kann indes vieles vereinfachen, wenn Sie in einem fertigen Gerüst arbeiten. Allerdings so individuell Sie als Selbstständiger sind, so individuell sollte auch ihr Businessplan sein. Je nach Verwendung werden Sie sich zusätzlich mehr oder weniger Mühe machen. Für den Gründungszuschuss brauchen Sie nebenbei bemerkt nur einen einfachen Businessplan, dagegen für Darlehen oder Online Kredite doch eher die ausführliche Form. Beantworten Sie im Businessplan bitte folgende Punkte:

  1. Erläutern Sie Vor- und Nachteile Ihres Angebots
  2. Wie ist das Kundenpotential?
  3. Erklären Sie die Richtlinien und Verordnungen, die für ihr Unternehmen gelten
  4. Hat der Name/das Layout ihres Unternehmens einen Wiedererkennungswert?
  5. Welche Produkte werden angeboten?
  6. Wie ist die Aufgabenverteilung vorgesehen?
  7. Sind weitere wechselnde Angebote zur Kundenbindung geplant?
  8. Erläutern Sie den Absatzmarkt
  9. Wie sehen die Räumlichkeiten Ihres Unternehmens aus?
  10. Erläutern Sie den Beschaffungsmarkt
  11. Wo ist der Standort Ihres Unternehmens?
  12. Wie ist die Preispolitik?
  13. Wer sind die Gesellschafter?
  14. Wie ist der Vertrieb vorgesehen?
  15. Sind Werbemaßnahmen geplant? (Flyer, Plakatwerbung, Radio, TV, Zeitung)
  16. Erläutern Sie die Ergebnisse zur Marktforschung
  17. Welchen Service und Sortiment bieten Sie an?
  18. Wie viele Mitarbeiter werden eingesetzt und wer wird wann eingesetzt?
  19. Was bieten Sie an, was Ihre Wettbewerber nicht anbieten?
  20. Erläutern Sie den Wettbewerb in der näheren Umgebung
  21. Wie ist die Organisation innerhalb der Gesellschafter?

Businessplan Luft- und Raumfahrttechnik – Sinnvolle Gliederung?

Mit einer konsequenten Gliederung ihres Businessplans, die sich im Inhaltsverzeichnis zeigt, beweisen Sie Ihre Eignung, die Selbständigkeit zu managen. Und interessanterweise ist die Gliederung bei zahlreichen Businessplänen ähnlich. Versuchen Sie außerdem komplizierte Bereiche als Zeichnung darzustellen, wodurch sie verstehbar werden. Obendrein wird dadurch der Text aufgelockert.

Businessplan Luft- und Raumfahrttechnik - Gliederung Professional (VC, Private Equity, Kredite)

A) Zusammenfassung
B) Unternehmerische Vision
C) Markt- und Konkurrenzsituation
D) Chancen und Risiken
E) Unternehmensportfolio
F) Marketing & Vertriebs - Strategy
G) Produktion und Beschaffung
H) Realisierungsfahrplan
I) Management und Personal
J) Planungsrechnungen
K) Finanzierung
L) Unternehmensstruktur und Organisation
M) Anhang

Businessplan Luft- und Raumfahrttechnik - Gliederung Standard (Arbeitsamt, IHK, Kleinkredite)

1. Kurzbeschreibung des Vorhabens
1.1 Meine Geschäftsidee
1.2 Meine persönlichen und fachlichen Voraussetzungen
1.3 Kundenzielgruppe, Wettbewerb, Marketing und Vertrieb
1.4 Zukunftsaussichten, Chancen und Risiken

2. Wirtschaftlichkeitsberechnungen
2.1 Berechnung der notwendigen Privatentnahmen
2.2.1 Kapitalbedarf
2.2.2 Finanzierung
2.2.3 Umsatz-, Kosten- und Gewinnvorschau

Businessplan Luft- und Raumfahrttechnik - Gliederung Anhang

Als Attachment sollten Sie nachstehende Papiere, soweit verfügbar, beilegen:

  1. Aktionäre, Verwaltungsräte, Geschäftsbeziehungen
  2. Lebenslauf
  3. Referenzen, Verkaufsverträge
  4. Organigramme, Standortlisten
  5. Kundenanfragen
  6. Branchenanalysen
  7. Produktebeschreibungen
  8. Markenrechtseintragungen
  9. Statuten, Gesellschaftsverträge
  10. Kostenrechnungs- und Margenanalysen

Orientieren Sie sich im Übrigen im Zahlenteil durchweg an den aktuellen Branchenkennzahlen. Das gibt beim kundigen Leser Absicherung und Gewissheit.


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