Businessplan Sozialarbeiter

Sie sind Sozialarbeiter und wollen eine eigene Existenz gründen? Weil Sie unabhängig sein wollen und daher selbst loslegen wollen? Optimal! Unerfreulicherweise gibt es ohne Businessplan keine finanziellen Mittel, Fördergelder und Zuschüsse! Diese staatlichen Geschenke sollten Sie aber in jedem Fall mitnehmen. Und mit einem guten Businessplan steigt zudem die Möglichkeit, dass aus ihrer Geschäftsidee auch Wirklichkeit wird. Wenn Sie also mit Erfolg als Sozialarbeiter durchstarten wollen, benutzen Sie einen Businessplan und begeistern Kollegen, Kreditgeber, Partner und Mitarbeiter.

Businessplan Sozialarbeiter – Besondere Anforderungen?

Sollten Sie als Sozialarbeiter ein Business beginnen wollen, dann haben Sie in der Historie zwischen 26.000€ - 49.000€ verdient. Dieses Einkommen sollten Sie als Selbstständiger mindestens schaffen. Manchmal müssen Sie sich mit ggf. neuen Anforderungen der Branche beschäftigen, in der Sie starten. Und natürlich spielen ihre persönlichen Spezialisierungen eine wichtige Rolle. In der Regel ist es auch wichtig zu überprüfen, welche formalen Voraussetzungen es gibt, die ggf. zu beachten sind.
Wenn Sie Sozialarbeiter sind, dann haben Sie folgende Kompetenzen erworben: Soziale Arbeit, Bewährungshilfe, Formularwesen, Mediation, Sozialpädagogik, Case Management, Gespräch, Sozialberatung, Justiz, Kriminologie, Gesetzbuch, Wiedereingliederungsprozess, Suchttherapie, Schuldenregulierung. Das kann eine perfekte Basis für einen Anfang als bspw. Jugendcamp Veranstalter, Reisebüro, Reiseleiter oder Reiseveranstalter sein. In dieser Branche gibt es eine Gründerquote von 4%. Die angehenden Unternehmer im Bereich Jugendcamp Veranstalter, Reisebüro, Reiseleiter oder Reiseveranstalter kommen mehrheitlich aus Österreich, Polen, Italien, Griechenland und haben als Abschluss Abitur/ Fachhochschulreife. Jammerschade ist, dass die Frauenquote lediglich bei 15,7 Prozent liegt. In die Firmengründung starten Selbständige in der Branche Jugendcamp Veranstalter, Reisebüro, Reiseleiter oder Reiseveranstalter im Alter von 37,8 Jahren. Das grundsätzliche Motiv zur Selbstständigkeit ist laut Untersuchungen finanzielle Freiheit. Bereits zum Start gibt es Personal (1-5 Mitarbeiter). Als grundsätzliche Stresselemente betrachten Selbstständige:


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  1. Opportunitätskosten
  2. schlechter Zugang zu Kapital
  3. Abmahngefahren
  4. hohe Bürokratie
  5. Finanzielles Risiko
  6. Exit Strategie
  7. Rechtliche Unklarheiten
  8. hohe Steuerbelastung
  9. schlechte IT-Infrastruktur
  10. schlechter Zugang zu Fördermitteln
  11. Abstiegsangst bei Scheitern

Die Schwierigkeit bei der Beschäftigtensuche ist:

  1. Unattraktive Work-Life-Balance
  2. Standortunattraktivität
  3. Konkurrenz großer Unternehmen
  4. Fachkräftemangel
  5. Gehaltsforderungen

Für den Start sind 50-100 TEUR Startkapital notwendig. Das Kapital holen sich angehende Unternehmer in aller Regel über Bankdarlehen, Förderkredite, Eigenkapital. Eine grosse Hilfe sind hier selbstredend Zuschüsse und Online Kredite. Die Kapital fliessen dann im Rahmen der Firmengründung:

  1. Berater
  2. Neue Mitarbeiter
  3. Lizenzen/ Patente
  4. Marketing/ Werbung
  5. Technologie/ Software/ Hardware/ IT- Sicherheit
  6. Kooperationen

Hierbei ist das Niedrigzinsumfeld der letzten Jahre ein zusätzlicher Auslöser für eine Erhöhung des Barkreditbedarfs und durchweg mehr Existenzgründer bauen auf Mischfinanzierung aus Eigen- und Fremdkapital. Bitte hier nicht die Zuschüsse und Online Kredite verschwitzen. Sehr häufig wird gegründet in Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bayern und NRW. Auf den hinteren Rängen liegen Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Hierbei ist die Hilfestellung interessanterweise in kleinen und mittleren Städten häufig besser. Essentielle Unterstützungselemente der Städte sind:

  1. attraktive Immobilien
  2. allgemeine Gründerszene
  3. Günstige Lebenshaltungskosten
  4. Angebote zu Messen, Veranstaltungen, Events
  5. Digitale Infrastruktur
  6. Logistische Infrastruktur
  7. Förderangebote
  8. Wirtschaftspolitische Initiativen
  9. Zugang zu finanziellen Mitteln
  10. Kooperationsmöglichkeiten mit bestehenden Unternehmen

Im Lauf von drei Geschäftsjahren beenden übrigens in etwa 30% der angehenden Unternehmer ihre Existenzgründung wieder (3-30-Faustregel). Bruchlanden tun die meisten Gründer bezüglich:

  1. Konjuktureinbruch
  2. Unklare Zielgruppe
  3. Fehlender Kundennutzen
  4. Familiäre Probleme
  5. Unausgereifte Geschäftsidee
  6. Kaufmännische Defizite
  7. Fehlende Mitarbeiter
  8. Zu hoch geschätzter Umsatz
  9. Fehlende Fachkenntnisse
  10. Fehlende Finanzierung

Businessplan Sozialarbeiter – Vorlage oder Muster nutzen?

Der erste Schritt in die Selbständigkeit ist eine solide Vorbereitung. Das Tool der Wahl ist hier der Businessplan. Ob Sie eine Businessplan Vorlage kostenlos verwenden bleibt selbstredend Ihnen überlassen. Es kann allerdings vieles erleichtern, wenn Sie in einem fertigen Gerüst arbeiten. Indes so individuell Sie als Firmengründer sind, so individuell sollte auch ihr Businessplan sein. Je nach Einsatzzweck werden Sie sich zusätzlich mehr oder weniger Arbeitsaufwand machen. Für den Gründungszuschuss benötigen Sie im Übrigen nur einen normalen Businessplan, dagegen für Darlehen oder Online Kredite doch eher die detaillierte Form. Beantworten Sie im Businessplan bitte folgende Fragen:

  1. Erläutern Sie die Ergebnisse zur Marktforschung
  2. Sind weitere wechselnde Angebote zur Kundenbindung geplant?
  3. Wie ist die Organisation innerhalb der Gesellschafter?
  4. Wie sehen die Räumlichkeiten Ihres Unternehmens aus?
  5. Wie ist das Kundenpotential?
  6. Erläutern Sie den Wettbewerb in der näheren Umgebung
  7. Sind Eröffnungsangebote zur Kundengewinnung vorgesehen?
  8. Wer sind die Gesellschafter?
  9. Welchen Service und Sortiment bieten Sie an?
  10. Wie ist die Aufgabenverteilung vorgesehen?
  11. Wo ist der Standort Ihres Unternehmens?
  12. Was bieten Sie an, was Ihre Wettbewerber nicht anbieten?
  13. Erläutern Sie Ihre Marketingstrategien bezüglich Ihres Unternehmens:
  14. Erläutern Sie den Absatzmarkt
  15. Erläutern Sie Vor- und Nachteile Ihres Angebots
  16. Wie ist die Preispolitik?
  17. Sind Werbemaßnahmen geplant? (Flyer, Plakatwerbung, Radio, TV, Zeitung)
  18. Wie sieht Ihr Alleinstellungsmerkmal aus?
  19. Erklären Sie die Richtlinien und Verordnungen, die für ihr Unternehmen gelten
  20. Hat der Name/das Layout ihres Unternehmens einen Wiedererkennungswert?

Businessplan Sozialarbeiter – Sinnvolle Gliederung?

Mit einer schlüssigen Gliederung ihres Businessplans, die sich im Inhaltsverzeichnis zeigt, demonstrieren Sie Ihre Fähigkeit, die Firmengründung zu managen. Und interessanterweise ist die Gliederung bei allen Businessplänen ähnlich. Versuchen Sie im Übrigen komplizierte Themenbereiche als Skizze darzustellen, wodurch sie verständlich werden. Ebenso wird dadurch der Artikel aufgelockert.

Businessplan Sozialarbeiter - Gliederung Professional (VC, Private Equity, Kredite)

A) Zusammenfassung
B) Unternehmerische Vision
C) Markt- und Konkurrenzsituation
D) Chancen und Risiken
E) Unternehmensportfolio
F) Marketing & Vertriebs - Strategy
G) Produktion und Beschaffung
H) Realisierungsfahrplan
I) Management und Personal
J) Planungsrechnungen
K) Finanzierung
L) Unternehmensstruktur und Organisation
M) Anhang

Businessplan Sozialarbeiter - Gliederung Standard (Arbeitsamt, IHK, Kleinkredite)

1. Kurzbeschreibung des Vorhabens
1.1 Meine Geschäftsidee
1.2 Meine persönlichen und fachlichen Voraussetzungen
1.3 Kundenzielgruppe, Wettbewerb, Marketing und Vertrieb
1.4 Zukunftsaussichten, Chancen und Risiken

2. Wirtschaftlichkeitsberechnungen
2.1 Berechnung der notwendigen Privatentnahmen
2.2.1 Kapitalbedarf
2.2.2 Finanzierung
2.2.3 Umsatz-, Kosten- und Gewinnvorschau

Businessplan Sozialarbeiter - Gliederung Anhang

Als Attachment sollten Sie nachstehende Dateien, soweit verfügbar, beilegen:

  1. Produktebeschreibungen
  2. Referenzen, Verkaufsverträge
  3. Branchenanalysen
  4. Auftragsbestand
  5. Marktstudien
  6. Markenrechtseintragungen
  7. Lebenslauf
  8. Handelsregisterauszüge
  9. Patenteintragungen, Lizenzverträge
  10. Jahresrechnungen der vergangenen Jahre
  11. Geschäftsberichte, Presseartikel
  12. Kostenrechnungs- und Margenanalysen

Orientieren Sie sich obendrein im Zahlenteil generell an den zur Verfügung stehenden Branchenkennzahlen. Das bringt beim kundigen Leser Absicherung und Gewissheit.


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